Casa da Urra | Urra (Portalegre)

Wenn es um die Sub-Region Portalegre geht bin und bleib ich voll des Lobes ...

  • ZITAT: "Für mich ohne Zweifel die spannendste Sub-Region im Alentejo. Fantastische körperreiche und komplexe Rotweine, frische Weißweine."

Ein weiteres Highlight auf meiner Alentejo-Tour 2015 war mein Besuch bei der Herdade do Carvalhal, besser bekannt als Casa da Urra. Weingut/Agroturismo/Enoturismo zu Fuße der Serra de São Mamede. Eingebettet in einem 180 ha großen Grundstück ...

... , mit idyllischen Blick auf das Mittelgebirge, liegen Haupthaus und Ferienhäuser und bieten dem Gast nicht nur die Ruhe des angrenzenden Naturschutzgebiets, sondern laden ein den Aufenthalt aktiv zu gestalten: Pool, Tennisplatz, reiten, biken, wandern, Spielplatz für die Kleinen usw.

Seit 2007 produziert der Familienbetrieb Weine. Konsequent erfolgten weitere Investitionen und der Ausbau zu einem Turismo Rural (Ferien auf dem Lande) durch Hausherr Dr. Cândido Ferreira, der mich mit spürbarem Enthusiasmus und Stolz durch Bibliothek und Veranstaltungssaal führte und mir seine umfangreiche Sammlung regionaler Kunst, Kunsthandwerk und Artefakte ausführlich präsentierte.

Auf der Herdade gibt es - ganz bodenständig - Natur pur zu erleben: 400 Schafe, Ziegen, die seltene Eselart Burro Mirandês (zur Arterhaltung) ...

... natürlich interessierten mich besonders die Weine, auf die ich aufmerksam wurde durch das Engagement des Önologen Rui Reguinga.

 

Auf der Herdade sind z.Z. 30 ha mit Weinreben bepflanzt. Bei den weißen Trauben sind es die Sorten Arinto, Antão Vaz, Verdelho, Alvarinho, Moscatel. Rote Rebsorten: Aragonez, Alicante Bouschet, Trincadeira, Touriga Nacional, Syrah und Alfrocheiro.


Dem Rundgang folgte ein umfangreiches Tasting ...

Die Weine von Casa da Urra rangieren in Portugal zwischen ca. 4,00 bis 14,50 EUR.

 

Die Weinprobe begann mit einem Rosé 2013, floral und leicht zugänglich. Aus den Rebsorten Touriga Nacional und Syrah. 13 % Vol. Ein schönes Sommervergnügen.

 

Der Branco 2013, aus den Rebsorten Arinto, Antão Vaz mit ein bisschen Verdelho und Moscatel, zeichnet sich durch eine schöne Frische aus.

 

Bei den den Weißen überzeugten mich noch der Casa da Urra Branco Colheita Selecionada 2014 und ein sortenrein ausgebauter Verdelho, der sich um einiges runder und komplexer präsentierte.

Bei den Tintos verköstigte ich einen Urra Tinto 2012 aus Alicante Bouschet, Touriga Nacional und Trincadeira. Ein runder Rotwein mit polierten Tanninen im Barrique ausgebaut. 40 TSD Flaschen und sogar eine "Bag-in-Box"-Abfüllung. Kleines Geld für große Leistung!

 

Das Flaggschiff, der Casa da Urra Reserva 2013 sprach mich besonders durch sein fruchtiges Aroma und seinen ausbalancierten Charakter an. Ein fantastischer Rotwein aus den Rebsorten Alicante Bouschet und Trincadeira. Großes Gaumenkino für einen mehr als angemessenen Preis.


Mal schauen ob sich ein Deutschland-Importeur für die Weine dieses sehr ambitionierten Projekts (O CÉU É O LIMITE) findet! Danke an das sympathische Winzer-Ehepaar für die Gastfreundschaft und den aufmerksamen Empfang! Muito obrigado!


Rui Reguinga, sein Engagement als önologischer Berater verhilft portugalweit, aber besonders in der Region Serra de São Mamede Weinmachern wie z.B. Casa da Urra zu einer bemerkenswerten Qualität. Reguingas eigene Linie war Weindektivin Sarah Ahmed einen ausführlichen Bericht wert: New Portalegre: Rui Reguinga’s Terrenus Vinha da Serra White

 

Noch einen Wein, der Rui Reguingas Handschrift trägt kann ich sehr empfehlen, den  Pedra e Alma aus Reguengo.


Über mich ...

 

Weinliebhaber mit engem Bezug zu Portugal. Beruflich habe ich keine Berührungspunkte mit dem Wein-Business.  Insofern schreibe ich unabhängig über  portugiesische Weine als reine Liebhaberei. 

Anregungen, Fragen? Gerne: frank@vinhoportugal.de

 

 

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